© Marianne Halter


Marianne Halter
Aber ich, ich komm nicht mehr zurück



Die neue Videoarbeit von Marianna Halter (Zürich) zeigt uns auf den ersten Blick nichts, was man nicht selbst zu sehen können glaubte.


In einem Loop ziehen Häuserfassaden an uns vorbei, alle sind unbewohnt und zugemauert. Die Beschriftungen und alten Poster sind französisch, eine Stadt in Frankreich also, Paris? So weit, so bekannt, wenn da nur nicht die Musik wäre und das unbestimmte Gefühl, das uns Bildersequenzen gezeigt werden, die so nicht stimmen können.


Das vermeintlich Banale wird bei Marianne Halter zu einer genau konstruierten Montage von Oberflächen, zu einer Meditation über Urbanität und unser Sehen. Das vermeintlich Allgemeine wird ortsspezifisch (ja, es ist Paris) und zeigt soziale Probleme, die in Frankreich regelmässig für Aufruhr sorgen. Viele der verlassenen Häuser sind teilweise noch bewohnt, das vermauern und verbarrikadieren soll Häuserbesetzer abwehren und verunmöglicht gleichzeitig den Bewohnern ein normales Leben.


Eine Stadt im Ausnahmezustand?
Der Loop wurde aus vielen Einzelaufnahmen minituös zusammengesetzt, funktioniert als Verdichtung und Komposition, zeigt uns Paris wie es so nicht ist und legt doch gleichzeitig einen Seinszustand offen, der für eine urbane Gesellschaft von zentrelar Bedeutung ist.


Ausstellungsdauer 14.3. - 12.4.2008

Oeffnungszeiten Do/Fr 14 - 19 Uhr, Sa 11 - 17 Uhr und nach telefonischer Verabredung


visual drugs
Zwinglistrasse 15
(im Innenhof)
8004 Zürich
Telefon +41 78 773 16 45
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