© Gab Heller

Gab Heller: aus der Serie "Violet", 2005


Daniel Bell
Gab Heller
Pia Müller
harmlos: endlich menschlich



Click for English text


Animation / Malerei / Performance / Zeichnung


Das neue Ausstellungsprojekt 2008 von montanaberlin umfasst den dreiteiligen Ausstellungszyklus ":endlich menschlich". Der unergründliche Begriff "Menschlichkeit", der kein geringeres Thema als unsere Existenz beinhaltet, ist Grundlage und Horizont unseres Vorhabens. Einmal angedacht verliert er immer mehr an erklärender Erhellung und konfrontiert uns mit Fragen nach unserem Handeln und Dasein.


Was ist menschlich, etwa in Abgrenzung zum Tier? Was ist menschlich, Spiritualität und Versagen? Was ist menschlich: künstlerisch darauf zu antworten?


In der Auftaktausstellung "harmlos: endlich menschlich" lädt das neue Mitglied von montanaberlin Gab Heller die Künstler Pia Müller und Daniel Bell zu einer thematischen und medialen Gegenüberstellung ein. Bei der Vielfalt der Medien ist die Zeichnung, wenn auch in verschiedenster Ausprägung, Ausdrucksmittel aller drei Ausstellenden.


Die Künstler verbindet, dass Bedrohung und Gewalt Themen ihrer Arbeiten sind, ohne als solche inszeniert zu werden. Fernab jedes Effektes vermitteln sie den Schrecken über die Unsicherheit, eine genaue Grenzziehung vornehmen zu können, die das Phänomen Gewalt klar umreisst und es von seinem Gegenteil unterscheidet. Sie öffnen den Blick dafür, dass die Übergänge im Erleben beunruhigend fliessend sind.


Gab Heller (Berlin) entwickelt mehrteilige Papierarbeiten. Sie bilden narrative, fast filmische Zusammenhänge, ohne diese je zu einer Geschichte zu schliessen. In aussergewöhnlicher Weise meistert sie den Balanceakt, erzählende Aspekte mit einem freien, genuin malerischen Ansatz in einer Art zu verbinden, die Form und Bildinhalte aneinander aufgehen lassen.


© Pia Müller

Pia Müller: Performance-still, 2007


Pia Müller (Saarbrücken) entwickelt in ihren Performances über den Vollzug alltäglicher Verrichtungen eine beklemmende Wirkmacht. Der anfänglich kontrolliert - puppenhafte Verzehr von Erdbeeren etwa gerät zu einem triebhaften Selbstäusserungsprozess, der mit leichter Hand mehr freilegt als klarmacht über Aspekte menschlichen Selbstverständnis'.


© Daniel Bell

Daniel Bell: aus dem Film "toenails", 2006


Auch Daniel Bell (Norwich) lotet Grenzen von Beunruhigung, Vorstellung und Banalität aus. In seinem Film "toenails" spielt er in einer sehr eigenwilligen Ästhetik Schrecken gegen Absurdität, Skurrilität und Rätsel aus.


Ausstellungsdauer 3.4. - 10.5.2008

Oeffnungszeiten Fr/Sa 12 - 18 Uhr


montanaberlin Projektgalerie
Brunnenstrasse 29
D-10119 Berlin-Mitte
Telefon +49 30 4737 8210
Email galerie@montanaberlin.de

www.montanaberlin.de





Daniel Bell
Gab Heller
Pia Müller
harmless: finally human



Animation / Painting / Performance / Drawings


montanaberlin's 2008 exhibition venture enfolds the three-part exhibition cycle "harmlos: endlich menschlich". The unfathomable concept of "humanity" - including no less an issue than our very existence - provides the basis and the horizon of our project. When contemplated, the concept perpetually loses explanatory transparency and confronts us with questions of how we act and what we are.


What is human, in contrast, perhaps, to animals? What is human: spirituality and failure? What is human: the artistic quest for an answer?


For 2008's prelude, "harmlos: endlich menschlich", latest montanaberlin member Gab Heller invites artists Pia Müller and Daniel Bell to confront their ideas on the subject by various means of representation. In all diversity of the media involved, drawing - however wide-ranging in characteristic - is the common denominator in all three artists' expressions.


Thematically, the binding element between the artists is that they broach the issues of menace and violence rather implicitly. Far from straining after effect, they convey the terrifying insecurity that lies in the attempt at distinctly demarking the phenomenon of violence from its contrary. They evoke a sensibility for the disturbing blur of transitions in the realm of real-life experience.


Gab Heller (Berlin) develops multi-part paper sculptures. They are coherently structured in a narrative, almost cinematic way, without providing ultimate conclusions. In an exceptional fashion, she manages to equilibrate aspects of narration and a liberal, genuinely painterly approach, thus merging form and content.


Pia Müller (Saarbrücken) generates an oppressive impact through her live performances about the performance of everyday tasks. What begins as a controlled, puppet-like consumption of strawberries develops into an obsessive process of self-expression, revealing more than it can explain about aspects of human self-conception.


Daniel Bell (Norwich) also gauges borders of anxiety, imagination and banality. In his film "toenails", he plays off the horrible against the absurd, the bizarre against the enigmatic.


Exhibition 3 April - 10 May 2008

Gallery hours Fri/Sat noon - 6 pm