My Name
Stephan Wittmer

Address
Born
Gempi
CH-6043 Adligenswil
 

* 1957  
Phone
Fax
+41 79 311 80 84  
 
Email
My Website / Links to Friends
stephanwittmer@bluewin.ch  
http://www.likeyou.com/stephanwittmer
http://www.stephanwittmer.ch
http://www.alpineum.com
http://www.kulturtv.ch

Education
2001
Hochschule Luzern Design und Kunst 
1979 - 1982
Schule für Gestaltung Luzern 

Solo Exhibitions
2011  
THE LEICA CHRONICLES, Kunsthalle Luzern
mit Charles Moser
2010  
SPAMAM_Homebase, GaDeWe Galerie des Westens Bremen D
 
SPAMAM_Nightwalk
Projektraumschwarz, Berlin D
 
SPAMAM_wall_to_hall
Alpineum Produzentengalerie Luzern
2009  
SPAMAM_Unterholz
Alpineum Produzentengalerie Luzern
 

Group Exhibitions
2010  
LET THE JANGTZE FLOW
Hubei Institute of Fine Arts Wuhan, China
 
 
Eine Handvoll Kunst
Stadt Bern, Thun
 
 
Marcel Duchamp and the Forestay Waterfall
Kunsthalle Marcel Duchamp Cully CH
 

Statements
Jedes Bild ist Niederschlag einer Begegnung, einer Überraschung, einer Attraktion, eines spontanen Entschlusses -jetzt- , aus dem Augenblick heraus, Aufzeichnung eines Augenblickes...ja, weniger vielleicht sogar gemacht zum Zweck von Erinnerung und Vergegenwärtigung als um der momentanen Geste des Photographierens selbst willen.

Ulrich Loock
 


********************************************************************


Stephan Wittmer ist ein magischer Realist: er weiss nämlich, dass sich die Dinge verändern, wenn sie fotografiert werden. Eine Plastikfolie wird zur Schlangenhaut, die Öffnung eines Stiefelschachts zur Ohrmuschel, die eigene Tochter zur Dämonin. Man kann sagen, dass die Dinge sich verwandeln, indem sie fotografiert werden, ist das magische Potential der Fotografie überhaupt. Dieser Zauber wird bei Stephan Wittmer nun durch die räumlich-installative Anordnung der Bilder in der Ausstellung zusätzlich dramatisiert. Im Zentrum des Dramas wäre eine junge Frau, die wie eine blinde Kassandra das auf das visuelle Geschehen um sie herum starrt. Aber was sieht jemand mit gebrochenem Blick? Was sind überhaupt Bilder jenseits des Blicks? Das Rätsel der Fotografie, das sie seit ihren Anfängen begleitet, ist, dass sie nicht nur den Sinn für das Sichtbare, sondern auch für das Unsichtbare schärft. Diesem Rätsel gibt Stephan Wittmer Raum. Indem er das Auge der Kamera dorthin führt, wo wir nicht hinblicken. Ins Futter eines Vorhangs, in den staubigen Gang unter einem Bett. Man könnte dafür durchaus den Titel brauchen, den jüngst der Fotografiehistoriker Peter Geimer seiner grossen Untersuchung über die Versuchungen und Pannen im Medium Fotografie in ihren Anfängen gab: „Bilder aus Versehen.“ Dass die Kamera dabei heimlich zum Subjekt des Sehens erhoben wird (irgendwann sagte man ja: „das Auge der Kamera“), dass das Medium selbst etwas zum Bild beiträgt ist ein altes Geheimnis – und doch immer wieder neu. Stephan Wittmer sucht die Grenze der Identifizierbarkeit der Dinge und die Grenze des Sehens und spricht von Bildimplosionen, „Bilder, die nach innen stürzen“ oder eben: Bilder jenseits des menschlichen Blicks. Dass es da ein riesiges Archiv gibt, 40'000 Bilder, die wir nicht sehen können, ist ein Ausdruck dieser Implosion auf anderer Ebene. Dass wir etwas Bestimmtes gesehen haben, zum Beispiel der Moment, in welchem sich die Kinderbadewanne über dem Kopf des Vaters zum rauschenden Wasserfall wandelt, ist die Ausnahme. Neben diesem Prinzip der Bilder an der Grenze des Sehens, fällt ein anderes auf, ein farbliches, nämlich rosa und violett. Ob pflanzlich oder hautfarben, synthetisch oder fleischig: das Rosa verbindet die Bilder zart und macht sie – ähnlich und damit lebendig. Dann gibt es da noch eine weitere, unübersehbare Ähnlichkeit, die aus dem „Schlangennest“ in der Bananenkiste wie das Relikt einer magischen Handlung ins Auge sticht. Es ist mir nicht möglich, in einem Rahmen, den ich bereits als magisch und dramatisch bezeichnet habe, die Schlange zu übersehen. Als Kennerin des Werks von Aby von Warburg und eben gesegnet durch die Lektüre von Georges Didi-Hubermans Studie zu Warburg, muss die Schlange, deren Linie in vielen Bildern von Wittmer wiederkehrt, als Prinzip gewürdigt werden. Bei Warburg, der sie beim Laokoon Priester, im Ritual der Hopi-Indiander wie in flüchtigen Kinderzeichnungen von Schlangen und Blitzen festhält, geht es um ein unzerstörbares Symbol: eine Energie, oder, wie Georges Didi-Huberman schreibt, „ein komplexes Netz ineinander-verschlungener Zeiten.“ (Nachleben der Bilder, S. 247)

Silvia Henke
aus der Eröffnungsrede zu The Leica Chronicles, Kunsthalle Luzern, FEB 2011
 

Choice of Work Title of Work

Sonnenschutz 2010 / Photographie

ohne Titel (Vorhang) 2010 / Photographie

ohne Titel (Schläfer) 2010 / Photographie

ohne Titel (Bett) 2010 / Photographie

ohne Titel (Girl) 2010 / Photographie

ohne Titel (Red Green) 2010 / Photographie

ohne Titel (Two Cups) 2010 / Photographie

ohne Titel (Boots) 2010 / Photographie

ohne Titel (Glassware) 2010 / Photographie

The Leica Chronicles (Flyer / Photo:Chris Aschwanden)

The Leica Chronicles (Exhibitionview)

The Leica Chronicles (Exhibitionview)

ohne Titel 2011 / Photographie in Schachtel

Tree in Wuhan 2010 / Photographie

Tree in Kunming 2011 / Photographie

Hut Trick 2009 / Photographie

Longhorn Saloon 2009 / Photographie

SPAMAM_wall_to_hall 2010 / Photographie

SPAMAM_nightwalk 2010 / Photographie



Go Up