My Name
Sandra Capaul

Address
Born
atelier:
schöneggstr. 5
8004 zürich
 

1965  
Email
My Website / Links to Friends
sandra.capaul@bluewin.ch  
http://www.likeyou.com/sandracapaul
http://www.sandracapaul.graubuendenkultur.ch
http://www.likeyou.com/flaviacaviezel http://www.christinehunold.ch http://www.aernikatarina.ch http://www.sibillagiger.ch http://www.florence-iff.ch

Education
1993- 96
hochschule für gestaltung und kunst zürich 

Solo Exhibitions
2006  
vernissagefinis stephan witschi, zürich
mit diana loeb
2000  
ein raum des kulturbüros, zürich
 
 

Group Exhibitions
2007  
kunstszene zürich  
 
jahresausstellung, kunstmuseum chur  
 
baustelle, oberallenbachstrasse, männedorf  
2006  
jahresausstellung, kunstmuseum chur  
 
balkan- tv, binz 39, zürich  
2005  
jahresausstellung, kunstmuseum chur  
 
pfh, chur  
2004  
kunstverein katarinen, st.gallen  
 
nordstrasse, zürich  
2003  
video in der dampfzentrale, bern  
 
cité international des arts, paris  
 
kunstszene zürich  
 
büro discount, zürich  
2002  
jahresausstellung, kunstmuseum chur  
2001  
curraint d'ajer, kulturzentrum nairs, scuol  
2000  
kunstszene zürich  
1999  
zeitzeichen, hechtplatz, zürich  
1998  
jahresausstellung, mattengasse, zürich  
1997  
kulturzentrum, wetzikon  
 
jahresausstellung, kunstmuseum chur  
1996  
kunstszene zürich  

Videos/DVD/E-Medias
2006  
lichtstrahl  
2005  
fenster  
2003  
wald  
2002  
tragen  
2001  
fluss  
 
 

Residencies
2003  
cité international des arts, paris
stipendium des kantons graubünden
 
2001  
kulturzentrum nairs, art in engiadina bassa, scuol  

Books & publications
2002
dokumentation 2000/ 2001
nairs art in engiadina bassa
 

News
 
 

Statements
 
Zu den Becherarbeiten von Sandra Capaul


Sandra Capaul (*1965 in Chur) beschäftigt sich seit dem Jahr 2000 mit transparenten Polystyrolbechern, die sie installativ anordnet oder zu Objekten transformiert. Die häufig aufeinander gestapelten, mit farbigen Folien belegten Trinkbecher stehen als dicht geschlossene Fläche vor der Wand oder sind zu Stelen arrangiert und locker im Raum platziert. In ihrer Anhäufung treten Form und Funktion des alltäglichen Wegwerfartikels in den Hintergrund, und lassen den Qualitäten des Materials und der Oberflächenstruktur sowie deren Transparenz und Farbigkeit den Vortritt.
Capauls Fotografien entwickeln diese Installationen in den Becherarbeiten weiter. In den Aufnahmen der gestapelten Becher aus verschiedenen Perspektiven verlieren die Plastikbehälter ihre Gegenständlichkeit. Die Bildfläche erscheint durchsichtig und eröffnet räumliche Bezüge. Man glaubt architektonische Versatzstücke wie Wände, Türöffnungen und Fenster zu erkennen.
Die Künstlerin setzt die Idee, einen gewöhnlichen Gegenstand ästhetisch zu transformieren, in der Werkgruppe Schaumkörper fort: Sie lässt Plastikbecher im Backofen schmelzen und knüpft in der Folge die zu Scheiben geschmolzenen Becherböden mit Nylonfaden zusammen. Aus den verbundenen, ineinander geschichteten Scheiben entstehen kugelförmige Hohlkörper, die an flaumig-weiche Wattegebilde oder kompakt-verfestigte Schneekugeln erinnern. Der Titel "Schaumkörper" verbindet denn auch den Gegensatz von fragiler Materie und fester Masse. Die organischen Volumen und ihre kristalline Erscheinung sprechen mitunter das haptische Empfinden an: Fühlen sich die Objekte weich, zerbrechlich oder hart und starr an? Ist ihre Oberfläche gläsern-glatt oder schuppig-rau? Man stellt sich Schaum vor, der von einem festen Zustand in einen flüssigen gleitet oder sich gar verflüchtigt.
Sandra Capaul setzt ihre Schaumkörper in verschiedene Innenräume mit unterschiedlichen Lichtsituationen. Das Material reagiert auf diffuses Naturlicht oder grelles Kunstlicht in nuancierten Schattierungen; die Farbigkeit changiert von milchig-opak zu gläsern-glänzend, und löst entsprechende Assoziationen aus.
Capaul konzentriert sich in ihren Arbeiten auf optische Phänomene. Sie sucht dabei nach einer gültigen Form für ändernde Lichtsituationen. Auf dem Papier zeichnet sie beispielsweise die Schattenwürfe eines angeleuchteten Bechers nach und versucht das ungreifbare, flüchtige Licht dauerhaft festzuhalten. Daneben, in einer formal reduzierten Fotografie, ersetzt sie den Spot einer vertikal ins Bild gesetzten Taschenlampe durch eine gestapelte Bechersäule, die wie ein gebündelter Lichtstrahl aus dem Bild weist. Umgekehrt zeigt sie in der Videoinstallation Lichtstrahl Plastikbecher, die direkt vor die Linse eines laufenden Projektors gesetzt sind. Auf diese Weise versucht sie dem diffusen Licht eine greifbare Form zu geben. Die Wiederholung der Sequenz, die fixe Kameraeinstellung und der dazu summende Ton des eingeschalteten Gerätes fügen dem Geschehen eine zeitliche Dimension zu, ohne dass sich die Lichtsituation merklich verändert.
Sandra Capauls Arbeiten reagieren alle stark auf Licht und Raum. Ihr Interesse gilt dabei den Mechanismen der subtilen Veränderungen von Situationen und Stimmungen. Letztlich beziehen sich ihre Ausdrucksweisen unabhängig vom Medium, in dem sie erscheinen, aufeinander und schaffen so überraschende Bezüge.


Dina Epelbaum, 2006

 

Choice of Work Title of Work

die prekäre objekthaftigkeit der wolke, 2007, dvd, 2 min. 2 sek.

wolke, 2007, fotografie, 110 x 150cm

kubus, 2006, fotografie, 110 x 150 cm

lichtstrahl, 2006, fotografie, 30 x 20 cm

das taumeln der immanenz, 2006/07, fotografie, 44 x 62 cm

fenster, 2005, dvd, loop

wald, 2003, dvd, 3 min. 2 sek.

schaumkörper, 2001, ausstellungsansicht, bündner kunstmuseum chur

tragen, 2002, dvd, loop



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