© Katja Richter

Katja Richter: I know how you must feel, Brad...
Farbfoto auf Ink Jet, 80 x 120 cm


03 - 04

Kathrin Ahlt
, Leonore Araki, Lisa Biedlingmaier, Daniel Bolliger, Jojakim Cortis, Stephanie Couson, Cloudia Fellmer, Markus Frietsch, Vanessa Jack und Malisa Hopson, Florian Kalotay, Julia Kernbach, Daniela Kienzler, Do Hyun Kim, Hye Mi Kim, Monika Leitner, Xandra Linsin, Anke Nowottne, Veronika Peddinghaus, Katja Richter, Sebastian Riemer, Martina Sauter, Shigeru Takato


Eine Ausstellung mit Arbeiten von Studierenden der Ruffklasse, Kunstakademie Düsseldorf und des
Studienbereichs Fotografie, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich / Zürcher Fachhochschule


Welche Möglichkeiten besitzt die Fotografie innerhalb der zeitgenössischen Kunst? Welche inhaltlichen und ästhetischen Entwicklungsformen sind denk- und machbar?


Diesen und ähnlichen Fragen stellte sich eine Gruppe von Fotografie-Studenten an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und der Hochschule für Kunst und Gestaltung Zürich (HGKZ). Ausgehend von einer Initiative von Prof. Ulrich Görlich, der an einem Austausch mit einer deutschen Kunstakademie interessiert war, entwickelte sich ein Projekt, das zum Ziel die aktive Auseinandersetzung mit "Kunst" hatte.


Bereits zu Beginn des Projektes zeigte sich, dass die Ausbildungsbedingungen an den beiden Hochschulen äusserst divergent sind und dass dies auch zu einer unterschiedlichen Herangehensweise führte. Hatten die Zürcher sich bereits mit dem Thema und den Fragestellungen als Ausgangspunkt für die Teilnahme auseinender zu setzten, so schien in Düsseldorf Grundlage für die Teilnahme ausnahmslos das Interesse an dem gemeinsamen Projekt gewesen zu sein. Diese unterschiedliche Herangehensweise liess sich auch bei dem ersten Treffen feststellen. Waren die Zürcher stärker an einer zunächst theoretisch orientierten Auseinandersetzung interessiert, dominierte bei den Düsseldorfern eine visuell geprägte Arbeitsweise.


Aus diesen beiden Positionen leiten sich Arbeiten ab, die den Begriff "Kunst" auf unterschiedliche Weise zu fassen versuchen, zumal das Thema selbst denkbar weit gefasst ist. Kunst, in ihren vielen möglichen Äusserungsformen, stellt somit in einer Art zyklischer Denkbewegung sowohl den Ausgangpunkt der Reflexion als auch den Endpunkt des Schaffensprozesses dar. Dieser manifestiert sich dann wiederum in den fertigen Arbeiten.


Aus diesen unterschiedlichsten Arbeiten kristallisiert sich, wenn auch in disparaten Ansätzen, das gemeinsame Thema der Standortbestimmung der künstlerischen Fotografie im System der Kunst heraus. Die Unterschiede zwischen einer stärker künstlerischen und einer eher praxisorientierten Ausbildung verwischen und lassen sich in den einzelnen Positionen nicht mehr festmachen. Was bleibt, ist die individuelle, den jeweiligen Interessen folgende Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie. Der eigenen Vorstellung, was Kunst bedeuten kann, korrespondiert ein enormes Spektrum der visuellen Ausdrucksformen.


Es zeigt sich aber auch, dass die Auseinandersetzung mit dem System Kunst nicht mehr eng als Auseinandersetzung mit den visuellen Ausdrucksformen der Bildenden Kunst verstanden wird, sondern dass die ganze Bandbreite künstlerischer beziehungsweise visueller Sprachen eingesetzt und thematisiert wird.


So offen und variantenreich wie sich das System Kunst heute präsentiert, so offen und variantenreich zeigen sich die Arbeiten der Projektteilnehmer.


Projektleitung: Ulrich Görlich, Thomas Ruff, Andrea Thal


Zu den Ausstellungen erscheint ein Katalog.


Ausstellung: 4. - 13.11.2004
Öffnungszeiten: Mo-Sa 13 - 19 Uhr


Kunstraum Walcheturm
Kanonengasse 20
8004 Zürich
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