© Cécile Wick


Cécile Wick

Zeitzugehen



Cécile Wick, geboren 1954, zieht es immer wieder fort von ihrem Wohnort Zürich in die weite Welt – im Wortsinn. Es sind weite Landschaften mit Bergen, Seen, am Meer, die karge Landschaft Islands zum Beispiel, die sie bereist und durchwandert. Landschaften, die die Wahrnehmung für zarte Nuancen schärfen, die Aufmerksamkeit auf feine Unterschiede in Textur und Farbigkeit lenken. Ist in manchen ihrer früheren Bilder die Landschaft zu Flächen, Grautönen, subtilen Strukturen abstrahiert – etwa in den schwarzweissen, unscharfen Meerbildern, in denen der Horizont das Bild in zwei Flächen teil-, so zeigen die zumeist farbigen Bilder Berge, Seen, Geröll oder Gletscher, Himmel und Wolken.


Cécile Wicks subjektive Sicht auf eine objektiv vorhandene Landschaft führt die Natur als elementare Kraft und Grundbedingung vor. Das verleiht der Landschaft im Bild erhabene Schönheit, melancholische Poesie und macht sie zugleich grausam. Es sind Landschaften, die einen mit aller Härte auf einen selbst zurückwerfen können. Der Kargheit, leere und farblichen Zurückhaltung der Natur entspricht in überraschendem Mass die Präsentation als Computerprint auf dünnem, verletzlich erscheinendem Japanpapier, das die Farben matt wiedergibt: das Bild als hauchfeiner Abdruck des tiefen Eindrucks, den die Landschaft hinterlassen hat. Das Bild als eigene Wirklichkeit, das die Natur zum Ausgangspunkt nimmt.


Nadine Olonetzky, 2003


Cécile Wick ist Kunstpreisträgerin des Kantons Zürich 2003.


Ausstellungsdauer: 4.12.2003 - 31.1.2004
Oeffnungszeiten: Di-Fr 14 - 18 Uhr, Sa 13 - 17 Uhr
und nach Vereinbarung


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