Costa Vece - Galerie Peter Kilchmann - Zürich


Costa Vece


Im Brennpunkt der Arbeiten Costa Veces (*1969) stehen die Grundsätze, Mythen und Sehnsüchte unserer Gesellschaft. Er bedient sich der Sprachformen, die unsere Wirklichkeitserfahrung prägen, hantiert mit Versatzstücken der Warenwelt oder Elementen der Film- und Werbeästhetik. Er betreibt eine Kritik, deren eigentliches subversives Potenzial in ihrer Gefälligkeit liegt.


Der Einsatz von Gefälligkeit, das Spiel mit filmischen und dramaturgischen Effekten entspricht der Ambivalenz eines Künstlers, dessen Kritik bei den eigenen Erfahrungen ansetzt. Costa Vece formuliert sein Misstrauen gegenüber Werten, die nicht nur die Gesellschaft prägen, sondern auch seinem eigenen Denken, Handeln und Fühlen einen unmissverständlichen Stempel aufgedrückt haben.


Während Jahren war Karton einer der bevorzugten Werkstoffe Costa Veces. In Kombination mit gesampeltem Filmmaterial transformierte er das wertlose Material zu geheimnisvollen Gehäusen oder affektiv aufgeladenen Zonen. Indem er materiellen Unwert mit ideellem Mehrwert konfrontierte, tangierte er Fragestellungen, die für beide, für die Kunst ebenso wie für die Gesellschaft, grundlegend und relevant sind.


Die Spannung zwischen Kunst und Leben, Wirklichkeit und Illusion, die bereits für Installationen wie "Dressed to Kill" oder für die Serie der Bomben massgebend war, ist für Costa Vece nach wie vor zentral. Die persönliche Wirklichkeitserfahrung dient als Ausgangspunkt für Überlegungen, die, in einen grösseren Zusammenhang gestellt, mit moralischen Fragestellungen konfrontieren, ohne selber zu moralisieren.


Ausstellungsdauer: 25.8. - 13.10.2001
Oeffnungszeiten: Di-Fr 12 -18 Uhr, Sa 12 -16 Uhr


Galerie Peter Kilchmann
Limmatstrasse 270
CH-8005 Zürich
Telefon +41 1 440 39 31
Fax +41 1 440 39 32
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