© Marianne Engel

Schulhaus Mandach, 2004


Marianne Engel
Mandach-Bilder



Ich bin in Mandach aufgewachsen, ich bin verwurzelt in dieser Landschaft, in diesem Mikrokosmos, in dem jeder Weg, jedes Wäldchen den Namen meiner Kinderfantasie trägt. Regelmässig stockt mir der Atem, wenn ich oben auf dem Rotberg um die Kurve fahre und hinabblicke, auf dieses Dorf, eingebettet in die bekannten Hügel. Und dann möchte ich mit den erwachsenen Augen wieder sehen wie ein Kind, möchte ich der Natur ihren Zauber zurückgeben, ihren Glanz.


Meine Art zu fotografieren hat sich vor dreizehn Jahren zu formen begonnen, mit dem Kauf einer alten Spiegel-reflexkamera. Lange Belichtungszeiten, die Kamera ruhig auf dem Boden stehend, nachts, und schon entstanden Bilder, die von ihrer Farblichkeit und Klarheit her in ihrer Ausdruchsstärke den Tagbildern überlegen waren. Ich realisierte, dass ich die Fotokamera benutzen kann, wie der Maler seinen Pinsel.


Neben Neuseeland, Istrien, Zürich und Baden sind ein Grossteil meiner Bilder in Mandach entstanden. Diese werde ich nun zum ersten Mal an ihrem Entstehungsort zeigen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die Leute, die diese Land-schaft, das Dorf kennen, auf die Bilder reagieren. Es sind Fotografien und in diesem Sinn dokumentarisch, dass sie nur zeigen, was vorhanden war. Doch eben deswegen wird manch einer verblüfft sein, ob dem knallroten Nachthimmel, der dem Schulhaus eine Präsenz verleiht, als würde gleich ein David Lynch Film loslaufen, ob den in Plastik gewickelten Heuballen, die wie Eier eines übernatürlichen Tiers wirken, vor dem bewegten Sternenhimmel, oder der Rebe, die sich mit einem Baum zu unterhalten scheint.


Lassen sie sich überraschen von diesen bis zu 1 x 1.5 m grossen Fotografien, die die Welt so zeigen, wie wir sie oft nicht sehen.


Ausstellungstag: 11.7.2004
Oeffnungszeiten: 14 - 20 Uhr


Scheune Ruth und Thomas Keller
Schattengasse 2
5318 Mandach

Dorfplan
www.marengel.ch/Mandach/Mandach.html