Remake Berlin: Frank Thiel

Remake Berlin:
Clegg & Guttmann, Astrid Klein, Rémy Markowitsch,
Boris Mikhailov, Frank Thiel, Juergen Teller,
Céline van Balden, Stephen Wilks


Berlin-Mitte im September 2000. In den Briefkästen Postwurfsendungen der Republikaer. O-Ton: "Einigkeit und Recht und Freiheit sind heute zunehmend durch 'politische Korrektheit' bedroht". Am selben Tag eine Demonstration der alten SED-Kader und Ostalgiker aus den randstädtischen Plattenbauten für den Erhalt des Palastes der Republik.

Was ist Berlin? Sicher ist, dass Berlin heute nur als Aneinanderreihung von Phänomenen beschrieben werden kann. Der Satz "Ich bin ein Berliner" des Jahres 1963 von John F. Kennedy hat keine Gültigkeit mehr, oder muss allenfalls in "Ich bin ein Neu-Berliner" umgewandelt werden. Berlin ist nunmehr das Neue Berlin geworden, von dem niemand weiss, was das genau sein könnte und was er davon halten soll.

Für das Projekt "Remake Berlin" des Fotomuseums Winterthur sind acht internationale Künstlerinnen und Künstler und sechs internationale Autorinnen und Autoren eingeladen worden, zum Thema "Berlin" zu arbeiten. Die Projekte der Künstlerinnen und Künstler nehmen Bezug auf bestimmte Themen, die geeignet sind, eine Version eines möglichen Porträts der Stadt zu entwerfen. In kurzen Headlines beschrieben sind dies: Die neue "Berliner Republik" und die Berliner Vergangenheit; Baustellen - die Kreation eines neuen Zentrums - und die Peripherie der Grossstadt; Club-Culture und Multikulturalität; Fussball, Kochen und Essen in Berlin.

Zur Ausstellung erscheint ein grossformatiges, zweisprachiges Buch, für das László Földényi, Emine Sevgi Özdamar, Paul Virilio, Thomas Kapielski, Monika Maron und Matthias Zschokke Beiträge verfasst haben. Kuratoren der Ausstellung sind Kathrin Becker (Berlin) und Urs Stahel.

Dieses Projekt wurde mitlanciert und ermöglicht durch die Bank Hofmann AG, Zürich.

Ausstellungsdauer: 11.11.2000 - 14.1.2001
Oeffnungszeiten: Di - Fr 12-18 Uhr, Mi 12-19.30 Uhr, Sa+So 11-17 Uhr

Fotomuseum Winterthur
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