Seiichi Furuya: Christine Furuya_Gössler, Graz, 1980

Seiichi Furuya
Portrait Christine Furuya-Gössler - 1978 - 1985


Die bei uns gezeigten Arbeiten von Seiichi Furuya konzentrieren sich auf ein einziges Thema. In 70 Fotografien begegnen wir seiner Frau Christine Furuya-Gössler, die der Künstler ab 1978 und bis zu ihrem Tod 1985 unzählige Male fotografiert hat. In streng chronologischer Abfolge sehen wir Christine. Die Ausstellung beginnt mit der ersten unbeschwerten Zeit des Zusammenlebens und bewegt sich unaufhaltsam auf die lange Krankheit und den Tod von Christine zu.

Seiichi Furuyas Dokument ist ein Versuch, das Geschehene zu begreifen und die Erinnerung an die verlorene Partnerin wachzuhalten und in einer fotografischen Umsetzung stringent zu verdichten. So sagte der Fotograf 1997: "Die Reise zum Wiedersehen mit Christine hat eben begonnen". Immer wieder neu ordnet Seiichi Fururya sein visuelles Gedächtnis, die gegenwärtige Position ist ein intensiver und dichter Dialog. Ein Dialog, der vom Betrachter unweigerlich aufgenommen wird, denn Furuyas Arbeiten gehen weit über den privaten Bereich hinaus.

Furuyas Blick auf Christines eigenwilliges Gesicht zieht den Betrachter in seinen Bann, wir glauben diese Frau zu kennen, aber schon im nächsten Bild entzieht sie sich uns wieder. Furuyas Arbeiten lassen uns spüren, dass man eine Beziehung, einen Menschen nie ganz erfassen kann, auch unzählige Fragmente lassen sich nie zu einem endgültigen Resultat zusammenfügen.

Seiichi Furuya hatte 1995 mit "Mémoires" eine Einzelausstellung im Fotomuseum Winterthur.

Ausstellungsdauer: 12.1. - 10.3.2001
Oeffnungszeiten: Di - Fr 12 - 18.30 Uhr, Sa 10 - 16 Uhr

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