© Jürgen Partenheimer


Jürgen Partenheimer
Norden



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Häusler Contemporary Zürich freut sich, in der Ausstellung "Norden" neue Werke des 1947 in München geborenen Künstlers Jürgen Partenheimer zu präsentieren. Jürgen Partenheimer, mit dem unsere Galerie eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, wurde durch seine Teilnahmen an den Biennalen von Paris, São Paulo und Venedig international bekannt. Seit den 1980er Jahren widmeten ihm bedeutende Museen umfangreiche Einzelausstellungen, seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.


In der Ausstellung "Norden" werden neue Arbeiten auf Leinwand und Papier sowie skulpturale Werke zu sehen sein.


Zeitgleich zur Ausstellung bei Häusler Contemporary Zürich widmet die IKON Gallery in Birmingham Jürgen Partenheimer eine umfassende Einzelausstellung.


Die Eigenständigkeit und Vielfalt seines künstlerischen Werks, das abstrakte, minimalistische Form mit inhaltlichem Reichtum verbindet und Beziehungen schafft zwischen bildender Kunst, Musik, Philosophie und Literatur, machen Jürgen Partenheimer zu einem der interessantesten Künstler der Gegenwart.


In seinen Werken nähert sich Partenheimer einer Wirklichkeit jenseits der sichtbaren Realität. "Bilder sind Projektionen der Empfindung, sie geben uns eine Idee der geschauten und gedachten Welt".


Der Künstler selbst hat für seine Form der Weltdeutung den Begriff des "Metaphysischen Realismus" geprägt.


Jürgen Partenheimers Arbeitsweise ist eine forschende, die der Form erlaubt, sich selbst zu entwickeln. Formen lassen Assoziationen an funktionale Objekte zu und bleiben doch flüchtig und rätselhaft.


In seinen Bildwelten lässt Partenheimer die Linien, Formen und Farben zueinander in Beziehung treten: Bereiche der Konzentration, Dichte und Komplexität stehen neben solchen der Leere und Auflösung. Momente der Bewegung und Dynamik wechseln sich ab mit Ruhe, Einhalt oder Stillstand. Harmonie und Zerbrechlichkeit trifft auf Aggression, Schwere verwandelt sich in Leichtigkeit. Klare Rhythmen wechseln sich ab mit Momenten von bewusster Dissonanz. Die Resonanz und nicht die Form füllt den Raum.


Wer vom Norden spricht, denkt auch an den Süden. Die charakteristischen Merkmale beider Pole stellen sich heraus aus der Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Temperamente. Die in der Ausstellung "Norden" gezeigten Werke gehen untereinander vielfältige Dialoge ein und bauen Spannungsbögen auf: Die geradezu irrwitzige Farbigkeit auf den Gemälden "Metaphysischer Realismus 1" oder "Carmen" etwa bilden einen Gegenpol zur Zurückhaltung von "Metaphysischer Realismus 2", dessen Farben hinter Schichten von Weiss und Grau wie hinter Schleiern zu verschwinden scheinen. Linien und Formen aus Arbeiten auf Papier werden in der Skulptur aufgenommen und in den Raum übertragen, die Skulptur wird zu einer Raumzeichnung.


"Das abstrakte Bild ist eine Form des anschaulichen Denkens, das sich zu einer Empfindung verdichtet." (JP)


Ausstellungsdauer 12.4. - 24.5.2008

Oeffnungszeiten Di-Fr 12 - 18 Uhr, Sa 11 - 16 Uhr,
und nach Vereinbarung


Häusler Contemporary
Stampfenbachstrasse 59
8006 Zürich
Telefon +41 43 810 04 26
Fax +41 43 810 04 27
Email galerie@haeusler-contemporary.com

www.haeusler-contemporary.com




Jürgen Partenheimer
North



On 11 April 2008, Häusler Contemporary Zurich is opening the exhibition "North" with new works by Jürgen Partenheimer. Born in Munich, in 1947, Jürgen Partenheimer has worked with our gallery in close collaboration since many years. The artist became internationally known when he participated in the Biennales of Paris, São Paulo and Venice. From the 1980s, well-established museums have shown comprehensive solo-exhibitions of his works and his oeuvre has been awarded with numerous prices.


The exhibition "North’" will include new works on canvas and paper as well sculptural works. At the same time, IKON Gallery will devote its gallery spaces in Birmingham to a large solo-exhibition on the artist.


Partenheimer's unique and multi-facetted works combine abstract and minimalist forms with a variety in content and establish various relationships between fine arts, music, philosophy and literature and make him one of the most interesting artists of our time.


In his works, Partenheimer approaches a truth that lies beyond visible reality. He explains: "Images are projections of our perception, they give us an idea of the world as it is seen and imagined."


Consequently, the artist has coined the term "metaphysical realism" for his way of interpreting the world.


Partenheimer's working technique can be described as exploratory, allowing each form to develop itself. Although the forms inspire the viewer to associate them with functional objects they remain ephemeral and enigmatic.


Partenheimer correlates lines, forms and colours, creating areas of concentration, denseness and complexity that contrast with voids and dissolution. Movement and dynamics alternate with calmness, arrest or stagnancy. Harmony and fragility meet aggression and weight is transformed into lightness. Clear rhythms alternate with moments of intentional dissonance. As a consequence, space is not dominated by form but instead by resonance.


Someone who speaks about the North also thinks of the South. The characteristic traits of both poles become evident in the confrontation of two different temperaments. Likewise, the works that will be on display in the exhibition "North" enter in a dialogue with each other and thereby create tension. For example, the virtually mad colours of "Metaphysischer Realismus 1" or "Carmen" constitute an antipole to the reticent painting "Metaphysischer Realismus 2", where colours seem to disappear behind white and grey veils.


For his sculptures, the artist incorporates lines and forms that he draws from his works on paper. He translates these forms into space so that the sculptures become drawings in space. "The abstract image is a form of ostensive thinking that becomes feeling." (JP)


Exhibition 12 April - 24 May 2008

Gallery hours Tues-Fri noon - 6 pm, Sat 11 am - 4 pm,
and by appointment